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Naturpark Schlern-Rosengarten
Eine Welt wie von Zauberhand geschaffen. Ein Pflanzenmeer wie nirgends sonst in den Dolomiten, Tiere uralter Vielfalt. Eine wunderschöne Wanderung durch Almwiesen, ein Fußbad am Gebirgsbach, eine Schwitzkur am Berghang, eine Genießertour im Fels: im Naturpark Schlern-Rosengarten gibt’s das alles für jeden, der sich in der Natur daheim fühlt. Der Naturpark Schlern-Rosengarten umfasst eine Fläche 6.786 Hektar. Kernstück des Naturparks bilden das Schlern- und Rosengarenmassiv, welche beide besondere Wahrzeichen Südtirols sind. Auch die umliegenden Bergwälder um Tiers, Völs und Seis, sowie das bekannte Tschamintal, welches Schlern- und Rosengartenmassiv trennt gehören dem Naturpark an. In einer Geländemulde zu Füßen der Schlernwände liegt der bekannte Völser Weiher, ein wunderschöner Gebirgsweiher, der im Sommer zum Schwimmen und im Winter zum Eislaufen und Eisstockschießen einlädt.
Die Schönheit, Vielfalt und Eigenart des Naturparks ist außergewöhnlich und lädt zum Wandern, Bergsteigen, Klettern, Ausruhen und Genießen ein.
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| Das Konzept |
Naturparke sind heute von besonderem Wert, für die Erhaltung von Natur und Landschaft, für Forschung und Bildung, für das Erlebnis von Natur.
Das Konzept beruht auf wenigen, klaren Richtlinien:
- Anregung zu neuem Verständnis der Natur und zu Verantwortungsvollem Handeln. (durch Information und Bildung)
- Forst und Almwirtschaft in traditioneller Form werden beibehalten, soweit sie im Einklang mit der Natur und Umwelt stehen.
- Dauersiedlungen sind ausgegrenzt.
- Nicht mehr möglich sind:
jede Bautätigkeit (außer Anlagen der Land- und Forstwirtschaft)
die Errichtung von Freileitungen; Bergbau; Schotterbau; die Nutzung der Gewässer zu hydroelektrischen oder industriellen Zwecken.
Die Naturparke Südtirols bewahren die Vielfalt der Bergwelt- mit Mooren, Seen, Almen, Wald und deren Flora und Fauna. |
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| Die Lage |
Der Naturpark Schlern-Rosengarten wurde 1974 gegründet und ist damit ältester Südtirols. Dazu kam auch das Landschaftsschutzgebiet Seiseralm, welches als Randschutzzone oder sogenannter Pufferzone dient. Der Naturpark wird im Westen durch das Eisacktal, im Norden durch das Grödnertal eingeschlossen. Im Osten und Süden deckt sich die Provinzgrenze mit der Naturparkgrenze, welche großteils auf den hohen Felsgraten des Rosengartens verläuft. |
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Aus Geschichte und Sagen |
Das Mittelgebirge von Tiers, Völs, Seis und Kastelruth, das sich vor dem Naturpark erhebt, ist reich an vorgeschichtlichen Siedlungen. Funde beweisen, dass diese sonnige Gegend von der Bronzezeit bis in unsere Tage permanent besiedelt war. Das wertvollste Dokument der Gegend, das so genannte "Hauensteiner Schwert", hat man innerhalb des Naturparks am Fuße des Schlerns gefunden. Dass der aussichtsreiche Schlern schon in vorgeschichtlicher Zeit Menschen angezogen hat, ist zudem durch Funde auf dem Burgstall und am Pörg nachgewiesen. In der wilden Felsenfestung von Hauenstein lebte der spätmittelalterliche Dichter Oswald von Wolkenstein. Generationen von Bergsteigern gingen in den Schlernwänden zur Schule und das legendäre Schlernhaus entwickelte sich vor 100 Jahren zu einem Kristallisationspunkt der Alpenvereinstradition Südtirols. Auf den Schneehängen am Karerpass und auf der Seiser Alm zogen die Skipioniere ihre ersten Spuren und die Fremdenverkehrspioniere dann die ersten Liftseile. Immer mehr und immer schneller nahm der Mensch Besitz von diesen Berghöhen. Zu Anfang der Siebziger Jahre wurde mit dem Landschaftsplan für die Seiser Alm die erste "Notbremse" gezogen. Unter starkem Protest wurden der Autoverkehr und die Bautätigkeit eingeschränkt und der noch intakte Bereich durch den ersten Südtiroler Naturpark geschützt. Die Bauern befürchteten ihre Existenz bedrohende Nutzungseinschränkungen, die Jäger bangten um ihr Wildbret, die Fremdenverkehrswirtschaft sah weitere Liftprojekte und Hotelbauten vereitelt und die Gäste entschwinden. Doch schon wenige Jahre später beantragte die Gemeinde Völs von sich aus eine Erweiterung des Parkgebietes und seit 2004 gehört auch das gesamte Rosengartengebiet zum Naturpark. |
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| Das Naturparkhaus |
Am Eingang des Tierser Tschamintales wurde in der Örtlichkeit Weißlahnbad eine Informationsstelle für den Naturpark Schlern eröffnet.
Diese Informationsstelle befindet sich in der ehemaligen "Steger Säge", einem seltenen Beispiel einer wasserbetriebenen Venezianer Säge. Das Gebäude ist in den vergangenen Jahren saniert worden, das Sägewerk wurde wieder betriebsfähig gemacht.
Im Inneren des Baukomplexes finden sich nun als Zeugen der alpinen Handwerkstradition und Kultur die Säge und der wiederhergestellte Wohnbereich. Gänzlich neu konzipiert wurde ein geologischer Bereich, der den Aufbau des Schlernmassivs lebendig darstellt und verständlich macht. Den Besuchern ist außerdem ein Projektionssaal zugänglich, wo derzeit eine Tonbildschau läuft, die uns die Welt der Steine näher bringt.
Adresse:
das Naturparkhaus Schlern-Rosengarten liegt in der Örtlichkeit Weißlahnbad am Eingang des Tschamintales.
Führungen und Ausstellungen, sowie Kindernachmittage werden regelmäßig angeboten.
Tel.: 0471-642196 |
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| Die Pflanzen |
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Im Naturpark Schlern-Rosengarten finden sich auf engem Raum verschiedenste Pflanzenarten, mehr als in anderen Bereichen der Dolomiten. Als Ursache dafür ist die Mannigfaltigkeit der Böden und die zentralalpine Lage anzusehen. Zudem überschneiden sich hier die Grenzen der Verbreitung ost- und westalpiner Pflanzenarten. Die Gipfel und die Wände des Schlern haben stets, sogar während der stärksten eiszeitlichen Vergletscherung, das Eis überragt. Einzelne Pflanzen, als Endemiten bezeichnet, konnten so die Eiszeit überdauern.
Es sei die in Spalten kahler Felswände wachsende Moretti Glockenblume und die prächtige Schopfige Teufelskralle genannt.
Die Touristische Erschließung der Seiser Alm und der Einsatz von Düngemitteln hat in den letzten Jahrzehnten der Pflanzenwelt stark zugesetzt. Im alpinen Bereich des Schlerns und des Tschamin- Tales ist sie jedoch noch weitgehend unversehrt geblieben.
Bereits früh im Jahr blühen die zierlichen Soldanellen, der Rote Steinbrech, die Anemonen und der Krokus. |
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| Ein Paradies für Mensch und Tier |
Als erster und somit ältester Naturpark Südtirols
umfasst der Naturpark Schlern-Rosengarten das imposante und markante Schlern- und Rosengartenmassiv. Hier sind Gämsen, Murmeltiere und Steinadler noch in ihrer natürlichen Umgebung anzutreffen.
Sind Sie schon an einen Karstbach entlang gewandert?
Der Tschaminbach ist ein typischer Vertreter. Erst nimmt er seinen Lauf, verschwindet jedoch unvermittelt in die Tiefen des Gesteins und lässt das Bachbett trocken zurück, um an anderer Stelle um ein Vielfaches stärker wiederum hervorzuquellen. Im Talgrund verabschiedet er sich in die beeindruckende Tschaminklamm, deren Besichtigung bzw. Durchsteigung allerdings nur wagemutigen vorbehalten ist.
Am Übergang vom Tschamintal ins Vajolettal steht in luftiger Höhe das „Gschpreizte Mandl“. Eine ausgehöhlte, grazile Felsformation, die durch Wind- und Wassererosion entstand. Geht man den Weg zur „Bärenfalle“, so kommt man am “Tschetterloch“ vorbei. Hier liegt an einer begehbaren Höhle eine Quelle, die in alter Zeit als Heiligtum verehrt wurde und von der man noch heute respektvoll behauptet, dass dort Geister wohnen. Bewundernswert sind die uralten Eiben der Bärenfalle. Jeweils ein männlicher und ein weiblicher Baum stützen sich gegenseitig und haben sich so aus einer wärmeren Klimaperiode in die heutige Zeit gerettet. Ein schönes Beispiel einer Lebensgemeinschaft. |
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Wohnungen frei |
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Das Wetter in Tiers |
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