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Tiers am Rosengarten
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Kurzer Einblick in die Geschichte von Tiers

Tiers wurde 999 n. Christus  zum ersten Mal urkundlich unter der Bezeichnung
„Tyersch“ erwähnt, doch Funde auf der nahen Völseggspitze brachten ca. 3000 Jahre zurückreichende Spuren menschlicher Präsenz in dieser Region an den Tag, nämlich einealtneolithische Pfeilspitze. Aus der Bronzezeit wurden ebenfalls dort Keramikscherben gefunden sowie ein Bronzeblechfragment aus der Eisenzeit. Ein großes Brandgräberfeld aus der römischen Kaiserzeit (1. und 2. Jh. Nach Christus) wurde beim Bau des „Haus der Dorfgemeinschaft“ ausgegraben.
Auch Hof- und Flurnamen, rätoromanischen oder präindogermanischen  Ursprungs sind Beweismittel vormittelalterlicher Besiedelung.

Mit der Völkerwanderung drangen vor allem Bajuwaren, Franken, Ostgoten und Langobarden in diese Regionen ein. Mit den Wirren der Völkerwanderung endete
auch im Gebiet von Tiers die relative Blütenzeit der römischen Periode. Die neu ins Alpengebiet und nach Italien eingedrungenen Germanenstämme brachten anfänglich Unruhe und damit verbunden Verarmung und Bevölkerungsschwund.
Ein Hinweis darauf könnte in der Laurinssage und der darin erzählten Zerstörung des Zwergenreiches des König Laurin verarbeitet sein.
Nur langsam entwickelte sich eine neue bäuerliche Gemeinschaft, die im Tierser Tal ins 15. Jh. von der Räteromanischen Sprache gekennzeichnet war. Die Region geriet aber bald in die feudale Abhängigkeit der Landesherren und Lokaladeligen, wovon heute noch das Gerichtsgebäude (Pfleghaus, später Schulhaus) und die Reste der Burg Völsegg Zeugnis ablegen. Bis auf ein paar Hexenprozesse im 16. Jht und die große Pestperiode bleibt Tiers ab dem 16. Jht von den großen Ereignissen der folgenden Jahrhunderte verschont.

Einige Eckdaten: Freiwillige Feuerwehr Tiers

Gründung 1896

  Musikkapelle Tiers               Gründung 1836
  Imkerverein Tiers                Gründung 1897
  Alpenverein Tiers               Gründung 1865
  Kirchenchor Tiers                Gründung im 17.Jht
 

Naturpark Schlern (erster in Südtirol) Errichtung 1974
Erweiterung des Naturparks Schlern-Rosengarten im Jahre 2003 bis zum Rosengarten

Fremdenverkehr in Tiers

Bis zur Entdeckung der Neuen Welt und der damit verbundenen Verlagerung der Handelszentren in den Norden Europas, war das Tierser Tal eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen Tirol und Venetien. Mit dem Aussterben der Herren von Völsegg (1470) und der Verlegung der Gerichtsbarkeit in die Hände des Brixner Fürstbischofs (1650) vollzog sich im Tierser Tal eine Rückkehr zu einer rein bäuerlichen Gesellschaftsstruktur in beinahe völliger Isolation, die erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den aufkommenden Tourismus aufgehoben wurde. Angezogen von der überwältigenden Kulisse des Rosengartens und der Möglichkeit auf Badekur zu gehen (im Badhaus Weisslahnbad), zog mit den Gästen wieder die Außenwelt in das Tierser Tal ein.
Das Rosengartengebiet war als Kletter- und Wanderparadies entdeckt worden und das Weißlahnbad bot sich als geeigneter Ausgangspunkt zur Erforschung dieses Gebietes an.
Von da an entwickelte sich im Tal neben der Landwirtschaft und dem Handwerk auch der Tourismus, welcher heute wohl zum Haupterwerbszweig der Bewohner geworden ist.

 
 

 

 

 

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