Ein gut erkennbarer Hinweispfahl an der Tschafonhütte weist den Wanderer darauf hin: Von hier zu den Schlernhäusern am Petz geht man 5 Stunden! Die Zeitangabe ist ziemlich genau, und wer nicht gut zu Fuß ist, kann auch länger brauchen. Also Vorsicht, diese Bergwanderung gehört mit Sicherheit zur anspruchsvollen Sorte. Wir lassen die Wiesen der Tschafonhütte hinter uns, durchqueren ein schönes Waldstück und steigen dann steil am Hang der Hammerwand auf.Am Ende kommen wir an der Nigglscharte (Abzweigung zum Gipfel der hammerwand in 20 Minuten) heraus. Von der Scharte aus geht es nun auf dem Kamm zum Nigglbergkopf (2136m), und man erreicht den Aussichtspunkt des Mittagskofels (2187m). Dieses Mittelstück zwischen den beiden Gipfeln ist stellenweise recht ausgesetzt, und man kommt teilweise nur mit Hilfe von Stahlseilen weiter. Da heißt es gut aufpassen, vor allem nach dem bisllang recht anstrengenden Aufstieg und an manchen recht glatten Passagen. Nun verliert der Weg an Höhe, es geht vom Mittagskofel in die Senke des Tschafatsch-Sattels (2069m) hinunter. Der Sattel ist mit einer schönen Grasdecke überzogen. Daneben zeigen große Felsblöcke den oberen Ausgang der steilen, von Tiers heraufführenden "Bärenfalle" an. Von hier geht es nun quer über Bergwiesen in einem weiten Bogen die Felsumrundung entlang, die sich um den Talschluß des kleinen Thomastales zieht. Man quert leicht oberhalb der Sankt-Kassian-Kapelle (2335m) und erreicht auf dem Wanderweg Nr.2 schließlich die Schlernhäuser am Petz auf 2457m Höhe. |